Lasst im Umgang miteinander Herzlichkeit und geschwisterliche Liebe zum Ausdruck kommen. Übertrefft euch gegenseitig darin, einander Achtung zu erweisen. (Römer 12,10)
Eine etwas provokante Aussage: Meinem Nächsten mit Achtung zu begegnen, ist eine einfache Angelegenheit. Zumindest, wenn wir gleicher Meinung sind. Dieselben Überzeugung teilen. Doch wie geht es uns, wenn wir dazu miteinander im Streit sind? Welche Umgangsformen prägen uns dann? Eine mögliche Variante: Mit guten Argumenten das Gegenüber zu überzeugen. Das heutige Bibelwort fordert uns heraus, in allen Situationen einander in geschwisterlicher Liebe zu begegnen. Einander Achtung zu erweisen, soll unser Handeln prägen. Wenn wir unterschiedliche Überzeugungen leben, ist es entscheidend, wie wir einander begegnen. Achtung erweisen, bedeutet für mich, die Überlegungen meines Gegenübers zu verstehen und zu würdigen. In dem ich mein Gegenüber befrage, um es zu verstehen. Was lange noch nicht heissen muss, dass wir am Schluss gleicher Meinung sein müssen. Ich bin davon überzeugt, dass diese Haltung unseren Umgang untereinander verändert. Weg vom Recht haben zu wollen – hin zum gegenseitigen Verständnis füreinander. Ein tägliches Übungsfeld für uns alle.
Dreieiniger Gott
Danke, dass du uns die Liebe für unserem Nächsten und uns selbst schenkst.
Hilf uns, bei unterschiedlichen Überzeugungen einander (Be-)Achtung schenken.
Roman Bamert, Sozialdiakon
