Schau, ich bin wie du vor Gott, auch ich bin nur aus Lehm geformt. (Hiob 33,6)
Hiob, der für seine Gerechtigkeit und Frömmigkeit bekannt ist, hat alles verloren. Nicht nur seinen Besitz, sondern auch seine Kinder und am Schluss seine Gesundheit. Mehrere Freunde sind gekommen, um ihn zu trösten. Aber schnell kommen sie ins Diskutieren. Hiob betont immer wieder, dass er gerecht und korrekt ist, dass er zu Unrecht leidet.
Da ergreift Elihu, der jüngste in der Runde, das Wort. Er fordert Hiob auf, ihn anzuhören, auch wenn er noch jung ist. Als Argument verweist er auf die Schöpfungsgeschichte.
Er will daran erinnern, dass keiner von ihnen etwas besseres ist als der andere, und dass im Grunde beide aus einem einfachen, nicht sehr dauerhaften Material bestehen.
Aber natürlich steht hinter diesem Gedanken auch eine tiefe Verbindung mit Gott. Immer wieder wird in der Bibel betont, dass Gott nicht zuschauen wird, wie sein Werk, das er selbst geformt hat, zugrunde geht.
Ewiger Gott,
wir sind schwache Gefässe und aus einem schwachen Material,
und doch sprichst Du uns Mut zu und schenkst uns Deine Liebe.
Dafür danken wir Dir.
Brigitta Josef, Pfarrerin
