Geht aber und predigt und sprecht: Das Himmelreich ist nahe herbeigekommen. (Matthäus 10,7)
Mit diesen und noch einigen anderen Worten schickt Jesus seine zwölf Jünger in die Dörfer der Umgebung. Und es wird aus dem grösseren Kontext des Textes klar, dass dies kein isolierter, einmaliger Auftrag ist, sondern dass er auch für die christliche Gemeinde nach Jesu Tod Gültigkeit hat.
Wir mögen unangenehm berührt werden, wenn andere Menschen zu offensiv mit dem christlichen Glauben hausieren. Am Grundauftrag aber ist nicht zu rütteln. Man beachte aber auch, was da verkündet werden soll. Nicht: Bekehre dich, sonst bist du verloren! Sondern: «Das Himmelreich ist nahegekommen». Und dies wird sogleich konkretisiert: Heilt Kranke, weckt Tote auf, macht Aussätzige rein!
Mit Jesus ist der Himmel Gottes so nahe an unsere Welt gekommen, dass sie sich fast berühren und Menschen die lebensbejahende Kraft Gottes erfahren können. Wie man diese Botschaft unter die Menschen bringt, ist durchaus auch eine Stilfrage. Aber darauf zu verzichten, würde dieser Botschaft nicht gerecht.
Ewiger Gott
Du hast uns den Auftrag gegeben, deine Liebe weiterzutragen.
Hilf uns, dies in einer gewinnenden Art zu tun.
Amen.
Michael Rahn, Pfarrer
