Was nützt es einem Menschen, wenn er die ganze Welt gewinnt, dabei aber sich selbst verliert und Schaden nimmt? (Lukasevangelium 9, 25)
Auf den ersten Blick könnte das ein Spruch aus fast jedem beliebigen Ratgeber oder auch ein Kalenderspruch sein. Er passt gut in unserer Zeit. Aus der Furcht, etwas zu verpassen, rast man von einem Ereignis zum andern oder steckt alle Energie in den Beruf und das, was man sich davon erhofft: Ansehen, Spass und Wohlstand. Und doch fragen sich manche, ob das alles ist – gerade wenn sie viel davon erreichen! So aktuell der Spruch ist, so ist er doch fast 2’000 Jahre alt.
Wenn man den Vers davor hinzunimmt, wird das Ganze konkreter. Dort sagt Jesus: «Denn wer sein Leben retten will, wird es verlieren; wer aber sein Leben um meinetwillen verliert, der wird es retten.» Das ist eine klare Aussage. Das, was dem Leben letztlich Sinn gibt, ist die Beziehung zu Jesus, sogar dann, wenn man dafür auf anderes verzichtet.
Ewiger Gott,
Du bist für uns nicht bloss eine abstrakte Schöpfermacht,
sondern hast Dich in Jesus Christus gezeigt und gegeben.
Er gibt unsrem Leben Sinn, auch wenn es von aussen wenig erfolgreich wirkt.
Lass unser Vertrauen darauf wachsen. Amen
Brigitta Josef, Pfarrerin
