Gott der HERR hat mir eine Zunge gegeben, wie sie Jünger haben, damit ich verstehe, die Müden zu stärken durch ein aufmunterndes Wort. Jeden Morgen weckt er mein Ohr, damit ich höre, wie Jünger hören. Gott der HERR hat mir das Ohr geöffnet. Ich aber wehrte mich nicht und wich nicht zurück. (Jesaja 50, 4-5)
Neben meiner Arbeit als Pfarrerin engagiere ich mich ehrenamtlich für die Ausbildung von Seelsorgern und Seelsorgerinnen in der Demokratischen Republik Kongo. Meistens hört und liest man nicht viel von dort. Aber Ende Januar eskalierten die Kämpfe zwischen Rebellengruppen und der kongolesischen Armee und unter anderem die Grossstadt Goma wurde von den Rebellen erobert. Seitdem ist die Sicherheitslage sehr angespannt.
Die Seelsorger eines Spitals in Goma, das auch soziale Projekte ausserhalb betreut, arbeiten schon seit einiger Zeit mit unserem Verein zusammen. Zur Zeit führen sie einen zusätzlichen Ausbildungskurs durch, um den vielen traumatisierte Menschen möglichst viele Menschen zur Seite zu stellen, die ihnen zuhören und sie begleiten können.
In der Einführungswoche haben sie unter anderem diese beiden Verse meditiert und sich darüber ausgetauscht, was wirklich zuhören bedeutet.
Ewiger Gott,
manchmal geschehen im Leid wunderbare Dinge.
Menschen, die Grund zum Verzweifeln hätten, suchen Wege um andere zu unterstützen.
Ich bitte Dich, sei bei allen, die sich in diesen Kursen engagieren und bilden.
Beschütze sie und ihre Familien und schenke allen Menschen in der Region Frieden.
Amen
Brigitta Josef, Pfarrerin
