Ihr liebt ihn, obwohl ihr ihn nicht gesehen habt. Ihr glaubt an ihn, obwohl ihr ihn jetzt nicht seht. Deshalb könnt ihr jubeln in unaussprechlicher Freude, die schon von der künftigen Herrlichkeit erfüllt ist. So erreicht ihr da Ziel eures Glaubens: eure endgültige Rettung. (Petrusbrief 1,8+9)
Der Verfasser des 1. Petrusbriefes beschreibt die Situation aller Christinnen und Christen ab der 2. Generation knapp und präzis. Wir können Gott (und auch Jesus) nicht sehen. Wir können Gott auch nicht vermessen oder mit einem komplizierten technischen bildgebenden Verfahren sichtbar machen. Wir können nur ihn lieben und an ihn glauben.
Natürlich können wir – wenn wir wollen – eine Ikone an die Wand hängen, auf der ein Bild des himmlischen Christus zu sehen ist. «Sehen» können wir ihn trotzdem nicht, wir sehen nur ein Bild, das der menschlichen Phantasie entsprungen ist und durch die menschliche Tradition geprägt wurde.
Wenn wir mit Gott in Beziehung sein wollen, müssen wir glauben. Wir müssen uns fallen lassen und darauf hoffen, dass der Glaube trägt. Das Versprechen Gottes, dass der Glaube das tut, das haben wir.
Ewiger Gott
Du willst uns Leben schenken in Fülle.
Hilf uns, deiner Liebe zu vertrauen.
Trage uns mit deiner Güte.
Amen.
