Gnade sei mit euch und Friede von dem, der da ist und der da war und der da kommt. (Offenbarung 1,4)
Gnade und Friede: Zwei zentrale Begriffe, welche hier dem zugeordnet werde, der die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft umfasst, Jesus Christus. Worte, die am Anfang oder am Ende einer Korrespondenz stehen, haben oftmals eine besondere Bedeutung oder einen speziellen Stellenwert. So weist der Verfasser der Offenbarung seine Lesenden darauf hin, auf wen seine prophetischen Worte gründen.
Ein Aspekt der Gnade ist es, dass unser heutiges Wort für «Geschenk» darin seinen Ursprung hat. Und Geschenke haben die Eigenschaft, dass sie nicht verdient werden müssen, sondern eine bedingungslose Zuwendung an die Beschenkten darstellen. Das Wort «Gnade» hat seinen Ursprung u.a. in der Rechtsprechung, wenn es darum geht, «Gnade vor Recht» walten zu lassen.
Wir kommen von Weihnachten her. Gott beschenkt uns mit der Menschwerdung von Jesus. Dieser schafft durch sein Leben und seinen Tod, dass wir über unser irdisches Dasein leben sollen. Aus diesem Beschenkt sein sind auch wir eingeladen in diesem Sinne unseren Nächsten zu begegnen. In Frieden miteinander zu leben und wenn nötig, auch mal «Gnade vor Recht» walten zu lassen.
Dreieiniger Gott
Danke für die Gnade und den Frieden, den uns jeden Tag von neuem schenkst.
Hilf uns, im gleichen Sinn und Geist in unserem Alltag unterwegs zu sein.
Roman Bamert, Sozialdiakon
