Und für euch erbitten wir vom Herrn eine immer grössere Liebe zueinander und zu allen Menschen – eine Liebe, die so überströmend ist wie unsere Liebe zu euch. (1. Thessalonicher 3,12)
Wenn wir durch die verschiedenen Passagen der Bibel gehen, so entdecken wir, dass die Schreiber der einzelnen biblischen Bücher die unterschiedlichsten Dinge von Gott erbitten. Die einen bitten darum, dass ihre Weisheit wachsen möge. Andere wiederum beten darum, dass ihre Erkenntnisse über Gottes Handeln in dieser Welt grösser werden möge. Und beim Apostel Paulus ist es oftmals die wachsende Liebe, die eine Einheit mit der wachsenden Weisheit bilden soll. An einer anderen Stelle macht er die Aussage, dass alle Erkenntnis keinen Ewigkeitswert hat, wenn die Liebe zum Nächsten und zu sich selbst fehlt. Und so verwundert es nicht, dass wir unser heutiges Bibelwort im Brief an die junge Gemeinde in Thessalonich finden. Das zentrale Gebet von Paulus ist es, dass Gott den Briefempfängern eine immer grösser werdende Liebe zueinander schenkt. Diese ermöglicht es ihnen, trotz unterschiedlichen Persönlichkeiten und Überzeugungen gemeinsam unterwegs zu sein. Darüber hinaus soll ihre Liebe zueinander, Auswirkungen auf ihr Umfeld («und zu allen Menschen») haben. Die jungen Christen in der Gemeinde von Thessalonich sollen sich Paulus und sein Missionsteam in der ausgelebten Liebe zum Vorbild nehmen. Wo sind wir in der aktuellen Lebensituation herausfordert, unserem Nächsten mit der notwendigen Liebe zu begegnen? Gerade in solchen Momenten möchte Gott uns mit der Liebe beschenken, mit der er uns bedingungslos liebt.
Dreieiniger Gott
Danke, für deine Liebe zu uns, die es möglich macht, unseren Nächsten mit deinen Augen zu sehen und ihm mit der Liebe zu begegnen, mit der du uns begegnest.
Hilf uns, immer wieder von Neuem einen Schritt auf unseren Nächsten zuzugehen.
Roman Bamert, Sozialdiakon
