Und Jesus antwortete und sprach zu ihm: Selig bist du, Simon, Jonas Sohn; denn nicht Fleisch und Blut haben dir das offenbart, sondern mein Vater im Himmel. Und ich sage dir auch: Du bist Petrus, und auf diesen Felsen werde ich meine Kirche bauen, und die Mächte der Unterwelt werden sie nicht überwältigen. (Matthäus 16, 17-18)
Am 29. Juni ist der Gedenktag der Apostel Petrus und Paulus. Dass die beiden zusammen am gleichen Tag geehrt werden, hat für mich etwas Ökumenisches, auch wenn wir Reformierten den Tag eigentlich nicht kennen. Luther hat wichtige Impulse von Paulus erhalten (bzw. von seinen Briefen, die im Neuen Testament überliefert sind). Und Petrus ist in der katholischen Kirche Vorläufer des Papstamtes.
Diese Kontinuität bis in die Urkirche, sei es über eine direkte Reihe von Amtsträgern, sei es dadurch, dass man sich erneut mit den Gedanken von damals auseinandersetzt, strahlt eine tröstliche Beständigkeit aus. So wie es im Vers selbst steht «Die Mächte der Unterwelt werden sie nicht überwältigen». Das Schlechte wird nicht siegen.
Wenn man genau liest, dann sieht man auch, dass das nicht einfach von Petrus und Paulus selber kommt, dass sie nicht einfach Supermänner sind, die allen überlegen sind. Der Schlüssel liegt ganz an einem anderen Ort, bei Gott, dem Vater im Himmel, und in der Offenheit für das, was er / sie uns mitteilt.
Ewiger Gott,
manche Menschen beeindrucken uns durch das, was sie ausstrahlen und geleistet haben.
Lass uns bei aller Bewunderung aufmerksam bleiben, ob das, was sie tun und beabsichtigen Deiner Liebe entspricht.
Brigitta Josef, Pfarrerin
