So trat Johannes der Täufer in der Wüste auf und verkündete eine Taufe der Umkehr zur Vergebung der Sünden. Ganz Judäa und alle Einwohner Jerusalems zogen zu ihm hinaus; sie bekannten ihre Sünden und liessen sich im Jordan von ihm taufen. (Markus 1,3.4)
Vorgestern war gemäss weitverbreiteter kirchlicher Tradition der Geburtstag von Johannes dem Täufer. Er hat wohl als erster alte jüdische Reinigungsrituale so abgewandelt, dass sie unserer christlichen Taufe sehr nahe kamen.
Es steht in der Bibel zwar nirgends explizit, aber man geht meist davon aus, dass die erwachsenen Täuflinge damals ganz im Wasser untergetaucht wurden, so wie das auch heute in freikirchlichen Kreisen zum Teil praktiziert wird.
Mich dünkt dies ein eindrückliches Symbol. Ganz untertauchen und dann wieder auftauchen. Das ist schon fast ein wenig wie: sterben und auferstehen. Ein neues Leben beginnen, das Alte zurücklassen, dies wird hier sichtbar und erlebbar gemacht.
Es ist ein weit verbreiteter Konsens, dass die Taufe nicht wiederholt werden kann. Aber die Frage, in welchen Bereichen meines Lebens ein Neuanfang – mit Gottes Hilfe – sinnvoll, gut oder gar dringend nötig wäre, sie stellt sich immer wieder.
Ewiger Gott
Ein Leben mit dir ist ein Leben in Fülle.
Hilf uns, dich zu suchen
und mit dir auf dem Weg zu sein und zu bleiben.
Amen.
Michael Rahn, Pfarrer
