Seht euch die Vögel des Himmels an: Sie säen nicht, sie ernten nicht und sammeln keine Vorräte in Scheunen; euer himmlischer Vater ernährt sie. Seid ihr nicht viel mehr wert als sie? (Matthäus 6, 26)
Das ist einer der bekanntesten Texte der Bibel, vielleicht für manche von Ihnen zu bekannt, abgedroschen. Mir ist er neulich spontan in den Sinn gekommen und seither spricht er mich wie neu an. Ich empfinde ihn als leicht, wie eben Vögel, die von einem Ort zum anderen flattern und verschiedene Samen oder Käfer aufpicken.
Dass das nicht einfach naiv und blauäugig gemeint ist, zeigt dann dieser Satz: «Euer himmlischer Vater weiß, dass ihr das alles braucht.» (Vers 32) Es geht nicht darum, den Körper und seine Bedürfnisse, oder auch andere Bedürfnisse, kleinzureden und zu ignorieren. Es geht darum, sich von der Fixierung darauf zu lösen.
Barmherziger Gott,
manchmal fressen uns die Sorgen auf. Manche sind berechtigt, manche nicht.
Hilf Du uns, sie immer wieder loszulassen, wenigstens für einige Momente.
Schenk uns Hoffnung, dass sich eine Lösung finden wird.
Brigitta Josef, Pfarrerin
