Als meine Seele in mir verzagte, gedachte ich an den HERRN, und mein Gebet kam zu dir in deinen heiligen Tempel. (Jona 2,8)
In unserem Leben kennen wir vermutlich die unterschiedlichsten Lebensphasen. Zeiten, in den wir die Welt bildlich gesprochen umarmen könnten. Aber ebenfalls Moment, bei denen uns die Perspektive und letztlich die richtigen Worte fehlen. Wir fühlen uns mit «unserem Latein» am Ende. Wie soll es konkret weitergehen, in einer Situation, die aussichtslos erscheint? In unserem heutigen Vers wird eine gute Art beschrieben, wie mit der eigenen Ohnmacht umgegangen werden kann: «Als meine Seele in mir verzagte, gedachte ich an den HERRN» In seiner lebensbedrohlichen Not schreit Jona um Hilfe, in der Hoffnung, dass sich an seiner auswegslosen Situation das Entscheide ändert. Und er bezeugt, dass sein Gebet nicht verhallte, sondern von Gott erhört wurde. Wie gehen wir damit um, wenn wir erleben, dass unsere Gebete nicht so erhört werden, wie wir uns dies wünschen? Ziehen wir uns zurück oder bleiben wir dran, alle unsere Sorgen und Fragen im Gebet vor unserem himmlischen Vater auszubreiten? Eines soll uns gewiss sein: Er hört alle unsere Gebete, auch wenn diese nicht immer so in Erfüllung gehen, wie wir uns dies in unseren Herzen wünschen.
Dreieiniger Gott
Danke für dein offenes Ohr, dass du jederzeit für uns hast.
Lass uns das Gebet als eine von den Lebenssituationen unabhängige Stütze erleben.
Roman Bamert, Sozialdiakon
