Da fragten ihn die Leute: Was sollen wir also tun?
(Lukas 3, 10)
Was sollen wir tun, angesichts von Klimakrise und Umweltverschmutzung, von Krieg und Hass, von Rassismus und Antisemitismus? Was sollen wir tun, wenn der Nachbar seine Frau verliert, Bekannte in einer Kampfscheidung stecken und die Eltern zu gebrechlich werden, um weiterhin alleine zu wohnen? Was sollen wir tun, wenn wir schon zum dritten Mal im Winter mit Fieber im Bett liegen, Long-Covid haben oder Depressionen?
Was sollen wir tun, damit unser Leben gelingt, und das der anderen auch?
Was sollen wir tun, damit wir das Heil sehen, das von Gott kommt, fragen die Menschen, die zu Johannes dem Täufer kommen. Und Johannes antwortet: «Wer zwei Gewänder hat, der gebe eines davon dem, der keines hat, und wer zu essen hat, handle ebenso.»
Die Frage wird noch zweimal wiederholt. Zuerst von Zöllnern, dann von Soldaten. Hier sind die Antworten sehr konkret: «Verlangt nicht mehr als festgesetzt ist.» und «Misshandelt niemand, erpresst niemand, begnügt euch mit eurem Sold.»
Man könnte es zusammenfassen: missbraucht eure Stellung und eure Macht nicht. Teilt, wenn ihr könnt.
Ewiger Gott,
Du hast die Welt gut geschaffen. Und doch ist hier so viel Leid, Elend und Schmerz.
Was sollen wir tun?
Halte diese Frage in uns lebendigt und gibt uns die innere Stärke, das zu tun, was wir erkennen.
Amen
