Alle Welt kam nach Ägypten, um bei Josef Getreide zu kaufen; denn der Hunger wurde immer drückender auf der ganzen Erde. … Und er (Jakob) sagte: Ich habe gehört, dass es in Ägypten Getreide zu kaufen gibt. Zieht hin, und kauft dort für uns Getreide, damit wir am Leben bleiben und nicht sterben müssen. (1. Mose 41,57 und 42,2)
Hunger und die Frage, wo es noch Getreide gibt, das man kaufen könnte. Kommt Ihnen das auch bekannt vor?
Seit Russland die Ukraine angegriffen hat, taucht immer wieder die Frage auf, wie diese ihr Getreide und andere landwirtschaftliche Produkte exportieren kann. Das ist ja auch für die Länder und Menschen, die von diesen Einfuhren abhängen, wichtig. Und die Blockade trifft die Menschen besonders hart, die auch zu normaleren Zeiten nicht genug Geld für Nahrung haben.
In der Bibel ist immer wieder von Hungersnöten die Rede. Diejenige, um die es hier geht, hat Gott in einem Traum vorausgesagt. Und so hat Josef in Ägypten während der vorangehenden guten Jahre für das ganze Land vorgesorgt. Das hat er so geschickt gemacht, dass die Vorräte auch über die Landesgrenzen hinaus reichen.
Ich habe diese Sätze bisher einfach als Teil der Geschichte von Jakob und seiner Familie gelesen. In diesem Rahmen ist sie der Auslöser dazu, dass es zu einem Wiedersehen zwischen dem Vater und seinem Sohn Josef und zu einer Versöhnung zwischen den Brüdern kommt.
Aber wenn man dies äusseren Umstände für sich betrachtet, dann ist es ernüchternd, dass wir unserer fortschrittlichen Zeit bei der Bekämpfung von Hunger nicht weiter sind.
Ewiger Gott,
oft halten wir uns für fortschrittlich. Und in vielem dient die Technik dem Wohl von uns Menschen.
Und doch sind wir in vielem gleich wie vor tausenden von Jahren. Wir brauchen Nahrung, zu Essen. Und wer darüber verfügt, kann sie als Machtmittel missbrauchen.
Lass Du uns auch im menschlichen Bereich Fortschritte mache, dass wir einander die Reichtümer der Erde gönnen.
