Da ergriff Petrus das Wort und sagte zu Jesus: Herr, es ist schön, dass wir hier sind. Wenn du willst, werde ich hier drei Hütten bauen, eine für dich, eine für Mose und eine für Elija. (Matthäus 17, 4)
Dieser Satz von Petrus erinnert mich immer an einen Wunsch, der in den Ferien aufkommen kann: dass man für immer an diesem schönen Ort bleiben kann. Dazu braucht man natürlich eine Unterkunft. Und Petrus bietet Jesus an, dafür zu sorgen.
Aber wenn man die Verse vorher liest, merkt man, dass Jesus hier nicht einfach in den Wanderferien ist und an einem besonders schönen Ort ein paar alte Freunde trifft. Sowohl Mose als auch Elia sind vor vielen Jahrhunderten gestorben. Und auch Jesus hat sich auf diesem Berg eigenartig verändert, er ist ganz hell geworden. Aber die Reaktion von Petrus ist für mich auch verständlich. Er hat das Bedürfnis, irgendwie auf dieses überwältigende Ereignis zu reagieren. Und er reagiert ganz menschlich, mit dem Wunsch, dass es so bleibt.
Aber gerade spirituelle Erlebnisse sind kein Dauerzustand. Es gilt das, was man erlebt hat, in den Alltag einzubringen, sich von diesen Erlebnissen – wenigstens ein wenig – verwandeln zu lassen.
Ewiger Gott,
danke, dass wir Dir immer wieder begegnen dürfen, in Deinem Wort, im Gebet oder in der Natur. Lass unsere Augen und Herzen für Dich offen sein. Und hilf uns, etwas davon auch in unsere Begegnungen mit unseren Mitmenschen hineinzutragen.
Amen
