Sechs Tage sollst du arbeiten und alle deine Werke tun. Aber am siebenten Tag ist der Sabbat des HERRN, deines Gottes. Da sollst du keine Arbeit tun, auch nicht dein Sohn, deine Tochter, dein Knecht, deine Magd, dein Rind, dein Esel, all dein Vieh, auch nicht dein Fremdling, der in deiner Stadt lebt, auf dass dein Knecht und deine Magd ruhen gleichwie du. (5. Mose 5, 13-14)
Ferien gab es im alten Israel nicht. Und ich weiss auch nicht, wann sie im grossen Stil aufgekommen sind. Aber der Sabbat, bei uns dann der Sonntag, und auch die jährlich wiederkehrenden Feiertage haben nicht nur eine religiöse Bedeutung, sondern dienen auch der Erholung. In dieser Formulierung der Zehn Gebote wird das recht deutlich, da auch Knechte und Mägde, Zugezogene und sogar die Nutztiere ruhen sollen oder dürfen.
Ein Tag der Woche soll dem Menschen dienen. Sie dürfen sich körperlich erholen, aber auch innerlich Atem schöpfen, sich dem zuwenden, was im Trubel des Alltags oft verloren geht. Dazu gehören die Mitmenschen, aber auch Gott. Es geht nicht um eine Sonntagsplicht, um etwas, was auch noch sein muss, sondern um ein Angebot, auch seelisch-spirituell aufzutanken.
Gewählt habe ich dieses Thema, weil ich die nächsten beiden Wochen in den Ferien bin und dann auch kein «Wort zum Tag» schreiben werde. Vielleicht kann Sie dann die «Tageslosung», ein ausgeloster und ein dazu gewählter Bibelvers, zu eigenen Gedankeninspirieren.
Ewiger Gott,
wir Menschen sind endlich und brauchen Ruhe und Erholung.
Danke, dass es für viele von uns möglich ist, Ferien zu machen, Pause von der Arbeit zu haben und Neues zu sehen und zu erleben.
Schenke allen Menschen genügend Gelegenheit, sich zu erholen, körperlich, aber auch innerlich und in der Beziehung zu Dir.
Amen
