Und Jesus sagte zu ihnen: «Nehmt nichts mit auf den Weg, weder Stab noch Sack, weder Brot noch Geld, noch sollt ihr ein zweites Kleid haben». (Lukas 9,3)
Es geht in diesem Vers nicht um eine Anweisung für das ganze Leben. Jesus sendet die Apostel aus, «um das Reich Gottes zu verkünden und die Kranken zu heilen». Bald wird berichtet, wie sie zurückkommen und von ihren Erlebnissen erzählen.
Aber dennoch ist der Unterschied zum Leben der meisten Menschen in der Schweiz riesig. Es gibt auch hier Menschen, die kaum Besitz haben. Aber die meisten haben genug Kleider um sich die nächsten Jahre damit anzuziehen ohne neue zu kaufen, zu Essen nach Belieben und statt eines Stabs, der bei der Fortbewegung hilft, ein Auto. Und häufig werden brauchbare Dinge weggeworfen, um schöneren oder modischeren Ersatz zu kaufen.
Nicht alle, aber die Mehrheit, hat ein Problem des Zuviel, nicht des Zuwenig an materiellem Besitz. Aber ist es das, was wir brauchen? Jesus spricht später seine Jünger nochmals auf diese Erfahrung an. «Als ich euch aussandte ohne Geldbeutel und Sack und Schuhe, hat es euch da an irgendetwas gefehlt? Sie sagten: An nichts.» (Lukas 22,35) Obwohl sie materiell nichts hatten, war diese Zeit für sie gut und erfüllt.
Barmherziger Gott,
viel zu oft suchen wir unser Glück im Materiellen, im Noch-mehr.
Lehre uns Bescheidenheit und schenke uns Freude an allem Guten und Schönen, das wir haben.
