Glückselig die Sanftmütigen, denn sie werden das Land erben. (Matthäus 5,5)
Zu Beginn des 5. Kapitels des Matthäus-Evangelium begegnen uns mehrere Vergleiche, die mit der Wendung: «Glückselig sind die,…» beginnen. So auch unser heutiges Tageswort: «Glückselig sind die Sanftmütigen.» Welche inneren Bilder kommen uns bei der beschriebenen Eigenschaft in den Sinn? Ist dies jemand, der sich nicht durchsetzen kann oder jemand, der versucht, es allen in seinem Umfeld möglichst recht zu machen? Oder – ist es nicht vielmehr jemand, der auf das gütige Eingreifen Gottes vertraut, ohne dabei Angst zu haben, etwas zu verlieren oder persönlich zu kurz zu kommen. Wenn im Alten Testament von Land die Rede ist, so hat dies viel mit Ruhe, Frieden und Geborgenheit zu tun. So könnte hier im übertragenen Sinn verstanden werden, dass wer freiwillig auf sein eigenes Recht verzichtet, im dreieinigen Gott selbst zur Ruhe und zum inneren Frieden kommen kann. Die Seligpreisung fordert uns heraus, nicht auf unser Recht zu beharren, sondern den weiteren Verlauf bewusst in Gottes gute Hände zu legen. Ihm zu vertrauen, dass er die Situation hilfreich lenkt und uns in allen Momenten innere Ruhe und Frieden schenkt.
Dreieiniger Gott
Danke für die ermutigende Worte der Bergpredigt, welche unseren Blick schärfen.
Hilf uns, aus deiner Kraft heraus die Herausforderungen unseres Alltags anzugehen.
Roman Bamert, Sozialdiakon
