Seine Gestalt leuchtete wie ein Blitz, und sein Gewand war weiß wie Schnee. (Matthäus 28,3)
Wissen Sie, wer da beschrieben wird? Es ist der Engel, der den Stein vom Grab von Jesus weggewälzt hat. Seine Kleidung ist weiss, nicht ganz so überirdisch strahlend wie er selbst, aber weiss wie Schnee.
Weiss wie Schnee kombiniert mit Feuer in verschiedenen Formen. Das gehört auch zu den Beschreibungen von zwei weiteren himmlischen Gestalten. Schnee und Feuer, das ist die Vereinigung der Gegensätze, auch wenn es beim Schnee vor allem um seine reine Farbe geht. Und wie Schnee und Feuer nicht zusammengehen, so sind diese Beschreibungen ein Widerspruch in sich. Sie versuchen, eigentlich Unsagbares wiederzugeben: eine Begegnung mit Gott, bzw. mit Christus.
Bei der einen Stelle berichtet der Prophet Daniel von in einem Traum oder einer Vision: «Ich sah immer noch hin; da wurden Throne aufgestellt, und ein Hochbetagter nahm Platz. Sein Gewand war weiß wie Schnee, sein Haar wie reine Wolle. Feuerflammen waren sein Thron, und dessen Räder waren loderndes Feuer.» (Daniel 7,9)
Und in der Offenbarung des Johannes schreibt dieser: «Als ich mich umwandte, sah ich … einen, der wie ein Mensch aussah; … Sein Haupt und seine Haare waren weiß wie weiße Wolle, leuchtend weiß wie Schnee, und seine Augen wie Feuerflammen; seine Beine glänzten wie Golderz, das im Schmelzofen glüht…» (Offenbarung des Johannes 1, 12-14)
Grosser Gott,
Du bist unbeschreibbar
und doch suchen wir Worte, um Dich zu beschreiben
um etwas zu teilen, was uns zutiefst berührt.
Schenke uns ein Wissen um Dich, das uns Frieden schenkt.
Brigitta Josef, Pfarrerin
