Verbirg dein Angesicht nicht vor mir! Wenn ich in Not bin, wende dein Ohr mir zu! Wenn ich dich rufe, eile und erhöre mich! (Psalm 102,3)
Letzte Woche war ich in einer Weiterbildung, die folgenden Titel hatte: «Du hast mich freundlich angesehen – sehen und gesehen werden in der Seelsorge». Und jetzt stosse ich beim Blättern in der Bibel auf diesen Vers.
Gesehen und gehört werden ist ein Grundbedürfnis von uns Menschen. Wenn wir einander wirklich sehen und einander wirklich zuhören, ist das gelebte Liebe. Und man kann dies lernen und üben.
Als Christinnen und Christen sind wir aufgerufen, an der Liebe Gottes mitzuwirken. Aber wir haben auch das Versprechen, dass er (oder sie) uns auch selbst zuhört, auf uns schaut, sogar dann, wenn wir das bei unseren Mitmenschen zu wenig erleben.
Der HERR segne dich und behüte dich;
der HERR lasse sein Angesicht leuchten über dir und sei dir gnädig;
der HERR hebe sein Angesicht über dich und gebe dir Frieden. (4. Mose 6, 24-26)
Brigitta Josef, Pfarrerin
