Denn wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen.
(Matthäus 18, 20)
Das ist ein bekannter Ausspruch von Jesus. Manchmal tröstet es sehr, an ihn zu denken, wenn zu einem Anlass oder Gottesdienst nur wenige gekommen sind. Es kommt nicht darauf an, dass möglichst viele da sind.
Aber etwas wird oft übersehen, wenn man diesen Vers zitiert. Jesus sagt «in meinem Namen versammelt». Was heisst das? Für mich gehört dazu nicht nur, es schön miteinander zu haben. Das wäre auch in einem Quartierverein oder an vielen anderen Orten möglich, und ist etwas Gutes.
Aber «in Jesu Namen versammelt», dazu gehört, an diesen Bezug zu erinnern und ihn zu pflegen. Das kann verschieden geschehen, es braucht nicht immer einen ganzen Gottesdienst. Aber Christus und sein Glauben, seine enge Beziehung zu Gott dem Vater und Schöpfer, dies ist für mich das Zentrum der Gemeinschaft, die sich Kirche nennt.
Dreieiniger Gott,
Du bist auf geheimnisvolle Weise in Dir selber Beziehung
und lädst uns in diese Beziehung ein.
Lass uns im Vertrauen und der Gemeinschaft zu Dir und unter einander wachsen.
Brigitta Josef, Pfarrerin
