Wieder nahm ihn der Teufel mit sich, dieses Mal auf einen sehr hohen Berg. Er zeigte ihm alle Königreiche der Welt in ihrer ganzen Herrlichkeit. Er sagte zu ihm: »Das alles will ich dir geben, wenn du dich vor mir niederwirfst und mich anbetest!« Da sagte Jesus zu ihm: »Weg mit dir, Satan! Denn in der Heiligen Schrift steht: ›Du sollst den Herrn, deinen Gott, anbeten und ihn allein verehren!‹«
Daraufhin verliess ihn der Teufel. Und es kamen Engel und sorgten für ihn. (Matthäus 4, 8-11)
Das Wort Teufel kommt aus dem Griechischen und bedeutet «durcheinander werfen». Der Teufel wirft also alles durcheinander, was eine Ordnung hat oder – nach seinem Werk – hatte. Der Teufel hat Jesus auf die Probe gestellt. Er hat ihn versucht, indem er ihm alle Königreiche dieser Welt in Aussicht stellt.
Aber Jesus weiss worum es geht, und er weiss auch, wessen Reich er in dieser Welt in Kraft setzen soll: das Reich Gottes, das gute Ordnungen für die Menschen bereit hält – Ordnungen, die es ermöglichen, dass sich das Leben der Menschen in ganzer Fülle entfalten kann.
Bettina Lukoschus, Pfarrerin
