An einem Anfang schuf Gott den Himmel und die Erde. Und die Erde war ein Tohu waBohu.(1. Mose 1, 1-2a)
Ja, das steht da im hebräischen Urtext: Die Erde war ein Tohu waBohu. Die Erde war ein völliges Durcheinander. Am Anfang: alles drunter und drüber. Und dann fängt Gott an und schafft Ordnung. Als Erstes schafft Gott das Licht. Das braucht es, um sich einen Überblick über das Chaos zu verschaffen aber natürlich in erster Linie, damit überhaupt etwas wachsen kann! Das Licht – am ersten Tag! Und so geht es weiter mit den Tagen. An jedem Tag schafft Gott etwas anderes, bis am 6. Tag der Mensch als Mann und Frau an die Reihe kommt.
Die Schöpfung bringt eine Ordnung, eine Struktur in das Chaos. Aus dem Tohu waBohu wird ein wohlgeordneter Lebensraum für Pflanzen, Tiere und Menschen.
In der Wissenschaftssendung Quarks wurde letzthin eine Corona-Isolation von 72 Stunden in einem Hotelzimmer gezeigt. Dabei wurde der Teilnehmer gefilmt, wie er diese Zeit alleine zugebracht hat. Anschliessend gab es Tipps, wie man eine Quarantäne am besten überstehen könnte: «Werde aktiv! Mache dich zum König in deinem eigenen Reich. Schaffe darin feste Strukturen!» Das geht vom Weckerstellen zu immer gleicher Zeit bis zum festen Ort zur festgesetzten Zeit, um jeden Tag Sport zu machen. Und schliesslich das Fazit: «Mit einem strukturierten Tag geht die Zeit schneller rum, als du denkst!»
Strukturen helfen also, um sich zurecht zu finden und nicht im Chaos unterzugehen.
Das tut uns gut: unser Leben in den Ordnungen der Schöpfung gestalten!
Bettina Lukoschus, Pfarrerin
ardmediathek.de > Quarks > Videos > Quarantäne-Tipps
