Lobe den HERRN, meine Seele, und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat. (Psalm 103,2)
Der Psalmist trägt diese persönliche Aufforderung in einer Art «Wiederholung» sich selbst vor. Vermutlich ist er sich bewusst, dass wir Menschen nur allzu schnell das Gute als selbstverständlich und als gegeben ansehen. Wie zum Beispiel das regelmässige Regnen in unseren Breitengraden. Erst, wenn es mal nicht mehr so ist, fällt uns dies auf und bringt uns allenfalls zum Nachdenken. Der Psalmist fordert sich auf, nicht zu vergessen, was Gott ihm in der Vergangenheit schon alles an Gutem erwiesen hat. So sind wir herausgefordert, dankbar auf die kleinen Dinge in unserem Leben zu achten und dankbar dafür zu sein. Sei es für ein kräftiges Gewitter nach den trockenen Tagen oder für einen reichlich gedeckten Tisch. Je weniger selbstverständlich wir Dinge nehmen, desto mehr wird unsere Dankbarkeit für die grossen und kleinen «Geschenke» in unserem Leben gestärkt.
Dreieiniger Gott
Danke für all das Gute, was wir in unserem bisherigen Leben erlebten.
Hilf uns, auch in den Herausforderungen unseres Lebens darauf zu vertrauen.
Roman Bamert, Sozialdiakon
