Selig sind, die reinen Herzens sind, denn sie werden Gott schauen. (Matthäus 5,8)
Bereits der amerikanische Gründervater Thomas Jefferson stellte in der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung fest, dass alle Menschen gleich geschaffen seien und dass sie das Recht auf Leben, Freiheit und das Streben nach Glück besitzen würden. Es fällt dabei auf, dass er vom Recht auf das «Streben nach Glück» sprach und nicht vom «Recht auf Glück». Während ein Staat das Recht auf Leben und Freiheit mehr oder weniger gut schützen kann, ist es mit dem Glück doch weit komplizierter. Keiner unserer Mitmenschen und kein Staat können uns das Glück garantieren. Sie können uns allenfalls den richtigen Weg weisen oder uns auf dem Weg unseres Glücks nicht im Wege stehen.
Wir alle wünschen uns, in unserem Leben glücklich zu sein. Dies kommt daher, weil Gott selbst das Dennoch weist Jesus uns auf den Weg zum Glück. In den Seligpreisungen verwendet Jesus das griechische Wort «makarios», welches die höchste Form des Glücks ausdrückt. Wer ein reines Herz hat, der kann Gott schauen und erfährt so das wahre Glück. Nun haben uns schon die Reformatorinnen und Reformatoren darauf hingewiesen, dass wir Menschen von Natur aus leider kein reines Herz haben. Sie sprachen vom «in sich verkrümmten Herzen des Menschen» aber Gott verspricht uns dies als freies Geschenk, egal, in welcher Situation wir uns befinden. Gott verspricht uns in seiner Gnade bereits bei den jüdischen Propheten Hilfe: «Und ich will euch ein neues Herz und einen neuen Geist in euch geben und will das steinerne Herz aus eurem Fleische wegnehmen und euch ein fleischernes Herz geben; ich will meinen Geist in euch geben» (Hes. 36,25–26).»
Gottes Segen wünscht Ihnen Ihr Vikar,
Alex Weidmann
