Soweit es euch möglich ist, haltet mit allen Menschen Frieden. Übt nicht selbst Vergeltung. Römer 12,18.19a
Frieden beginnt bei mir, bei meinem Verhalten gegenüber den Menschen. Das macht Paulus der Gemeinde in Rom deutlich. Klar, wenn andere mir böse wollen – und das kommt leider vor – dann wird es ungemütlich, ja sogar bedrohlich. Aber wenn meine Gedanken permanent darum kreisen, wie ich erlebte Verletzungen vergelten kann, dann wird die Sache sicher nicht besser. Für mich selber schon gar nicht. Dann ziehen mich meine Gedanken von dem weg, was eigentlich gut ist für mich: der Friede, den Gott geben will.
Es wäre eigentlich so einfach und ist doch so schwierig. Und ja, ich werde bei all meinen Bemühungen Frieden zu halten und nicht zu vergelten regelmässig scheitern. Doch das ist kein Grund, mit meinem Bemühen aufzuhören. Jedes Mal, bei dem ich es schaffe, nicht mit gleicher Münze zurückzuzahlen ist ein Schritt in die richtige Richtung auf dem Weg zu einer Menschheit in der mehr Friede herrscht.
Ewiger Gott
Hilf mir, nicht Böses mit Bösem zu vergelten.
Hilf mir, da wo es möglich ist, Frieden zu halten
und Frieden zu stiften.
Amen.
Michael Rahn, Pfarrer
