«Wenn ihr in ein Haus kommt, dann wünscht ihm Frieden. Wenn das Haus es wert ist, soll der Friede, den ihr ihm wünscht, bei ihm einkehren. Ist das Haus es aber nicht wert, dann soll der Friede zu euch zurückkehren. Wenn man euch aber in einem Haus oder in einer Stadt nicht aufnimmt und eure Worte nicht hören will, dann geht weg, und schüttelt den Staub von euren Füssen.» (Matthäus-Evangelium 10, 12-14)
Jesus sendet die zwölf aus, damit sie das Evangelium verkünden und Kranke heilen. Dabei sollen sie nichts auf dem Weg mitnehmen, sondern darauf vertrauen, dass sie von interessierten und offenen Menschen aufgenommen werden. Und wenn das nicht geschieht, so sollen sie weiterziehen, ohne Groll, im Vertrauen, dass der Friede Gottes sie weiterhin begleitet.
Ich finde es einerseits entlastend, dass auch die zwölf engsten Jünger Jesu nicht überall auf Begeisterung gestossen sind. Und andererseits mir gefällt die Reaktion auf Ablehnung, die Jesus hier vorschlägt. Wie viel schwerer tun wir uns doch, wenn unsere guten Angebote und Absichten nicht angenommen werden.
Ewiger Gott,
wir mühen uns mit vielem: mit guten kirchlichen Angeboten, aber auch in unserem privaten Umfeld wollen wir Gutes tun und Menschen unterstützen. Hilf uns, ihre Freiheit zu akzeptieren, auch wenn dies heisst, dass sie unsere Angebote und guten Absichten ablehnen. Lass uns unseren Wert in der Beziehung zu Dir finden. Amen
Brigitta Josef, Pfarrerin
