Geht und macht alle Völker zu meinen Jüngern; tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes und lehrt sie, alles zu befolgen, was ich euch geboten habe. (Matthäus 28,19.20)
Mit diesen Worten des Auferstandenen beendet der Evangelist Matthäus sein Evangelium. Was hier so locker und für uns selbstverständlich erscheint, ist im ganzen neuen Testament einmalig. Es wird rund 300 Jahre später erbitterte Diskussionen und Streitigkeiten in der Christenheit auslösen. Vater, Sohn und Heiliger Geist. Wie soll man das verstehen? Wie sind sie aufeinander bezogen? Und, und, und…
Manchmal hilft es, bei allem Verstehenwollen, einen Schritt zurückzutreten, tief durchzuatmen und einfach Gott Gott sein zu lassen. Manchmal hilft es mir, vom Modus des Denkens in den Modus des Staunens zu wechseln, nicht für immer, aber doch für einige Momente. Dann staune ich über die vielfältigen Weisen, wie sich Gott uns Menschen zeigt: Als himmlischer Schöpfer, durch den Menschen Jesus von Nazareth und in einer Kraft, die vieles bewirkt in dieser Welt. Ja, ich würde sogar noch weitergehen: Es gibt nichts in dieser Welt, durch das mir Gott nicht begegnen könnte. Für jede dieser Begegnungen bin ich dankbar.
Ewiger Gott
Du kommst auf uns Menschen zu
in dreifacher Gestalt,
in vielfältiger Weise.
Hilf uns, aus diesen Begegnungen
unser Leben zu leben.
Amen.
Michael Rahn, Pfarrer
