Wenn ich in den Sprachen der Menschen und Engel redete, hätte aber die Liebe nicht, wäre ich dröhnendes Erz oder eine lärmende Pauke. (1.Korinthrbrief 13,1)
Damit beginnt das Kapitel, in dem Paulus die Liebe hochleben lässt – höher als alles andere, was Menschen an Gutem und Bewundernswerten erreichen können. Ohne die Liebe ist alles nichts.
Neulich habe ich eine Situation erlebt, auf die dieser Vers nur zu genau passt. Menschen haben dort in ihren Entscheidungen so wenig Rücksicht aufeinander genommen, dass ein scheppernder Misston, schrill und unangenehm, ein nur zu passendes Bild ist.
Auch wenn es mir schon lange ein Anliegen ist, dass man Nächstenliebe leben soll, dass man versuchen soll, auch die die Sicht und die Bedürfnisse der anderen ernst zu nehmen, so ist mir doch erst da aufgefallen, dass Paulus recht hat, wenn er fortfährt: «Und wenn ich prophetisch reden könnte und alle Geheimnisse wüsste und alle Erkenntnis hätte; wenn ich alle Glaubenskraft besäße und Berge damit versetzen könnte, hätte aber die Liebe nicht, wäre ich nichts.» (1. Kor. 13,2)
Ohne Liebe ist alles nichts.
Ewiger Gott,
Du bist die Liebe. Du hast Jesus gesendet, um uns dies deutlich zu machen.
Manchmal ist es einfach, Liebe zu leben, manchmal fast unmenschlich schwer.
Nimm Du unser Bemühen und unsere Versuche an, gib ihnen Gelingen,
damit in dieser Welt immer wieder ein wenig von Deiner Liebe aufstrahlt. Amen
Brigitta Josef
