Sie brachte ihr erstes Kind, einen Sohn, zur Welt, wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Futterkrippe; denn sie hatten keinen Platz in der Unterkunft bekommen. (Lukas 2,7)
«Er liit im Chrippli arm und bloss» heisst es in der «Zäller Wiehnacht» (Ref. Gesangbuch 426) und sinngemäss in vielen Predigten. Gott wird Mensch und nicht irgendein Mensch, sondern er kommt als kleines, hilfloses Kind.
Aber plötzlich habe ich angefangen, diese Aussage genauer anzuschauen. Wie ist das denn bei uns, heute, in der Schweiz? Die Einstellungen zu Kindern in der Gesellschaft sind nicht einheitlich. An manchen Orten haben sie wenig Platz und ihre Bedürfnisse gehen unter, in anderen Zusammenhängen ist eher das Gegenteil der Fall und es kann der Eindruck aufkommen, dass sich alles um Kinder und optimale Bedingungen für sie dreht.
Oder anders gefragt: welche Menschen sind bei uns diejenigen, die schwach und am Rand sind?
Ewiger Gott,
Du suchst uns, Du bist zu uns gekommen, als Mensch unter Menschen.
Öffne unsere Augen und Herzen, dass wir Dich auch dort suchen und finden,
wo Menschen heute klein und hilflos sind. Amen
Ich wünsche Ihnen allen ein gesegnetes Weihnachtsfest,
Brigitta Josef, Pfrn.
