Euer Ja sei ein Ja, euer Nein ein Nein; alles andere stammt vom Bösen. (Matthäus 5,37)
So einfach könnte es sein. «Ja» heisst «ja», «nein» heisst «nein». Und wie schwierig ist es dann doch. Ich erlebe gerade bei einem ehrenamtlichen Engagement wie es ist, wenn jemand verspricht, etwas zu tun, man dann aber x-mal nachhaken muss. Das nagt nicht nur an der Motivation für das eigene Engagement, sondern auch an der Beziehung zueinander. Und ich weiss, dass es nicht anders sein wird, wenn ich vergesse oder aus anderen Gründen nicht halte, was ich versprochen habe. In beiden Fällen gilt es, die Balance zu finden zwischen Nachsicht dem oder der anderen gegenüber und Verständnis für sich selbst und das eigene Anliegen.
Barmherziger Gott,
wir möchten uns aufeinander verlassen können. Und manchmal kommt es doch anders als wir gedacht haben, wenn wir etwas versprochen haben. Hilf uns aufeinander zuzugehen, gerade wenn wir voneinander enttäuscht sind.
Und danke, dass wir uns in jeder Situation auf Dich verlassen können, dass wir immer wieder zu Dir umkehren dürfen.
Brigitta Josef, Pfarrerin
