Unterricht mit Kopf, Herz und Hand
Seit Beginn des Schuljahres 2025/26 findet in vier Schulen ein Pilotprojekt mit ökumenischem Religionsunterricht statt. Diese Schulen sind Aristau, Benzenschwil, Beinwil und Buttwil. In den übrigen Schulen findet reformierter Religionsunterricht statt, wenn es genügend Schülerinnen und Schüler gibt, um wenigstens eine kleine Klasse zu bilden.
Ökumenischer Religionsunterricht
In den Schulen von Aristau, Benzenschwil, Beinwil und Buttwil wird der Religionsunterricht ökumenisch erteilt. Diese Art zu unterrichten ist in anderen Kantonen schon verbreitet.
Konkret heisst das, dass die reformierten und katholischen Kinder gemeinsam von einer reformierten oder katholischen Lehrperson unterrichtet werden. Konfessionslose Kinder können teilnehmen, wenn sie möchten und dann auch regelmässig kommen.
Die Katechetinnen und Katecheten bringen aus ihrer Ausbildung eine gute Grundlage mit, da diese schon seit vielen Jahren auf einer ökumenischen Basis erfolgt. Der Lehrplan für unseren Unterricht wurde gemeinsam von Vertreterinnen der ref. Kirchgemeinde, des Pastoralraums Muri und des Pastoralraums Oberes Freiamt erstellt. Ausserdem sind gemeinsame Weiterbildungen geplant, z.B. zum Thema Abendmahl und Eucharistie, um das Wissen zu vertiefen.
Obwohl beide Konfessionen schon bisher Religionsunterricht an den Primarschulen gegeben haben, gibt es auf der praktischen Ebene auch gewisse Unterschiede. So haben wir Reformierten bisher nur bis zur 5. Klasse Religion an der Schule erteilt. Neu werden auch die reformierten Schülerinnen und Schüler in der 6. Klasse eingeladen. Auf der katholischen Seite gehört im 5. und 6. Schuljahr je ein Ausflug zum Unterricht. Auch da möchten wir uns anschliessen. Die Pilotphase dient nicht zuletzt dazu, solche Unterschiede zu bemerken und zu lösen.
Lesen Sie hier den Artikel aus dem «reformiert.» vom August 2025
Reformierter Religionsunterricht
In der Kirchgemeinde Muri werden die Kinder ab der 2. bis zur 5. Klasse der Primarschule regelmässig begleitet und unterrichtet.
An einzelnen Ort beginnt der Religionsunterricht bereits ab der 1. Klasse, der dann in der Regel ökumenisch erteilt wird und im Klassenverband stattfindet.
Der Unterricht geschieht nach den Richtlinien des von der Landeskirche ausgearbeiteten Konzepts «Pädagogisches Handeln». Unser Katechetenteam führt die Kinder spielerisch und stufengerecht in die Welt des Glaubens ein, wobei Themenbereiche aus dem Jahreskreis und aus der Bibel erarbeitet werden. Selbstverständlich ist uns auch die soziale Komponente wichtig; es wird miteinander gesungen, gespielt und gefeiert.
In der 6. Klasse findet kein regelmässiger Wochenunterricht statt, sondern es werden vier Projekthalbtage angeboten, mittwochs und samstags. Dabei findet kein klassischer Unterricht statt, sondern bei interessanten Ausflügen und Filmvorführungen lernen die SchülerInnen unsere Kirchengeschichte kennen bzw. lernen von interessanten Lebensgeschichten. Schülerinnen und Schüler der 7. Klasse sind bei diesen Angeboten ebenfalls eingeladen.
Termine im Schuljahr 2025/26:
• Mittwoch, 3. September 2025: Ausflug ins Ziegeleimuseum Cham
• Mittwoch, 5. November 2025: Bibellettering mit Natascha Iten
• Samstag, 21. Februar 2026: Kinomorgen in Muri
• Mittwoch, 25. Mai 2026: «Auf Heinrich Bulligers Spuren» Ausflug mit Stadtführung nach Bremgarten.
In der Oberstufe wird in der Schule das Fach „Ethik und Religionen“ unterrichtet, das für alle SchülerInnen obligatorisch ist. Ein konfessioneller Religionsunterricht findet nicht statt.
In den beiden letzten Jahren der Oberstufe (8. und 9. Klasse) sind die Jugendlichen zum kirchlichen Unterricht eingeladen, der zur Konfirmation führt.

